Wenn Anfang März dieses Jahres die ersten Passagiere an Bord der neuen MSC Bellissima kommen, werden sie eine Mitarbeiterin kennen lernen, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist: „ZOE“ ist die erste virtuelle Assistentin auf einem Kreuzfahrtschiff.

MSC Cruises hat gemeinsam mit HARMAN International – einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft von Samsung Electronics – die Sprachassistentin entwickelt. Sie spricht sieben Sprachen und wird in jeder Kabine des Schiffs verfügbar sein. „ZOE“ ist dabei so programmiert, dass sie auf mehr als 800 der am häufigsten gestellten Fragen mehrere Tausend Antwortvarianten parat hat.

Sie kann damit Informationen über Services an Bord geben, bei der Buchung von Dienstleistungen helfen und immer mit passenden Vorschlägen aufwarten. Mit „Okay, ZOE“ wird sie aktiviert. Die Bedienung über Sprachbefehle ist intuitiv und soll es allen Kreuzfahrtgästen ermöglichen, leicht auf die gewünschten Informationen zuzugreifen.

Die umfangreiche Testphase umfasste die Gesprächsgestaltung, die natürliche Spracherkennung und die Sprache-zu-Text bzw. Text-zu-Sprache-Funktionen. Des Weiteren hat sich die Sprachassistentin erfolgreich zahlreichen Verhaltens-, Erfahrungs- und Leistungstests gestellt. Nach ihrer Premiere auf der MSC Bellissima wird sie auf jedem neuen MSC-Schiff verfügbar sein – auf der MSC Grandiosa, die im November 2019 in Hamburg getauft wird, ebenso wie auf der MSC Virtuosa, die 2020 in Dienst gestellt wird.

„ZOE“ ist auf der Hardware-Seite mit modernster Audio-Technologie, Mikrofone zur Fernfeld-Spracherkennung und qualitativ hochwertigen Lautsprechern ausgestattet. Passagiere können auch ihre Smartphones über Bluetooth mit dem Lautsprecher verbinden und zur Wiedergabe eigener Inhalte nutzen.

Für eine schnelle Reaktionszeit sorgt der erstklassige Quad-Core Prozessor. Außerdem stellt er sicher, dass der Service noch um zahlreiche Funktionen erweitert werden kann. Schon jetzt interagiert „ZOE“ mit dem TV auf der Kabine, um den Urlaubern zusätzliche und detaillierte Informationen und Dienstleistungen anzubieten.

Mit ihrer künstlichen Intelligenz ist „ZOE“ darauf ausgelegt, ihre Reaktionen auf der Basis echter Gästeinteraktionen zu erlernen und weiter zu entwickeln. Auch wenn sie als virtuelle Assistentin rund um die Uhr im Einsatz ist, soll sie den zwischenmenschlichen Kontakt von Passagieren und Crew nicht ersetzen, betont die Reederei. Auf Wunsch kann der Kreuzfahrtgast daher auch das Gerät komplett deaktivieren.